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| 01:07 Uhr

Bei Ausgrabungen auf dem Oybin Silbermünze gefunden

Oybin.. Eine fingernagelgroße Silbermünze aus der Zeit um 1500 zählt zu den wichtigsten archäologischen Funden in der Burg- und Klosteranlage Oybin (Landkreis Löbau-Zittau) nahe der tschechischen Grenze.

Bei den seit etwa zehn Jahren andauernden Ausgrabungen, die parallel zur Sanierung der Anlage laufen, kamem außerdem unter anderem eine geschmiedete Pfeilspitze und Geschirrteile aus dem 14. bis 16. Jahrhundert ans Tageslicht. Das Landesamt für Archäologie sieht den Oybin als "eines der herausragendsten Denkmäler der sächsischen Geschichte".
Die Archäologen wollen mit ihrer Arbeit auch stärkeres Interesse für den Oybin wecken. "Es ist eine überregional bedeutende Anlage, die allerdings noch etwas im Dornröschenschlaf liegt", sagte der Gebietsreferent des Landesamtes für die Oberlausitz, Stefan Krabath, am Donnerstag. In den Reiseführern tauche sie allenfalls mit wenigen Zeilen auf.
Die Fundstücke helfen den Fachleuten, die Geschichte und bauliche Entwicklung der Anlage zu rekonstruieren. Die Burganlage stammt aus der Zeit Kaiser Karls IV. (1316-1378), Mitte des 14. Jahrhunderts stiftete der Kaiser dem Orden der Cölestiner auf dem Oybin ein Kloster.
Einer der Schwerpunkte der archälologischen Arbeiten ist die Wenzelskapelle, in der die Reste des ursprünglichen Fußbodens aus dem 14. Jahrhundert freigelegt werden konnten. In einem Raum unter der Sakristei sollen zeitweise Teile des Prager Domschatzes aufbewahrt worden sein. Seit der Wiedervereinigung wird die Anlage systematisch restauriert. (dpa/bra)