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| 12:36 Uhr

Sachsen macht kurzerhand Baustelle dicht
Zu schnelle Autofahrer gefährden Bauarbeiter auf A4

 Weil Autofahrer zu schnell durch eine Baustelle zwischen A4 und A17 fahren, hat die Landesdirektion Sachsen kurzerhand die Baustelle geschlossen, bis entsprechende Veränderungen für eine höhere Sicherheit der Bauarbeiter durchgeführt werden.
Weil Autofahrer zu schnell durch eine Baustelle zwischen A4 und A17 fahren, hat die Landesdirektion Sachsen kurzerhand die Baustelle geschlossen, bis entsprechende Veränderungen für eine höhere Sicherheit der Bauarbeiter durchgeführt werden. FOTO: dpa / Julian Stratenschulte
Dresden. Kurzen Prozess hat die Landesdirektion Sachsen (LDS) bei einer Routinekontrolle einer Baustelle zwischen Autobahn 4 und 17 gemacht: Sie wurde geschlossen. Den Grund haben Autofahrer zu verantworten. Von Frank Hilbert

Die Autobahn-Baustelle zu sperren war schon eine außergewöhnliche Entscheidung, die am vorigen Mittwoch getroffen wurde, wie seitens des sächsischen Wirtschaftsministeriums verlautete. „So etwas gab es bei uns noch nie“, wird der Sprecher des Wirtschaftsministeriums, Jens Jungmann, von „Bild am Sonntag“ zitiert.

Den Grund haben all jene Autofahrer auf diesem Autobahnabschnitt zwischen A4 und A17 geliefert, die sich innerhalb des Baustellenbereiches nicht an die vorgeschriebenen 40 km/h gehalten haben, sondern mit bis zu 80 Sachen durchfuhren.

„Bei der Routinekontrolle seitens der Landesdirektion Sachsen sollte am Mittwoch geprüft werden, inwieweit es zu einer Gefährdung der Bauarbeiter innerhalb des Baustellenbereiches bei dieser Abbiegespur in Richtung Prag kommt“, sagte auf Nachfrage Kathleen Brühl, Pressereferentin im Wirtschaftsministerium. Daraufhin sei die Baustelle geschlossen worden.

Bei besagtem Vor-Ort-Termin habe man festgelegt, die Markierungen und die Spuraufteilung zu verbessern sowie die Wahrnehmbarkeit der Geschwindigkeitsreduzierung zu erhöhen. Oft würden vor allem Lastwagen beim Abbiegen nach rechts zu spät reagieren, was zur Gefährdung des Straßenverkehrs geführt habe, hieß es weiter. Nach erfolgter Umsetzung der Anpassungsmaßnahmen an der Markierung und Beschilderung sollen die LDS darüber informiert und die Baustelle wieder besetzt und eingerichtet werden, sodass es an der Baustelle weitergehen kann.

Nachdem im vorigen Jahr die Fahrbahn auf der A 4 und auf der Rampe von der A 17 in Richtung Chemnitz erneuert wurde, sind dieses Jahr die Rampen Richtung Prag und rund 500 Meter der A 17 der Schwerpunkt des Baugeschehens. Der Ausbau des verschlissenen Betons erfolgt auf einer Länge von rund 1,4 Kilometern. Abgeschlossen sein sollen die Arbeiten komplett spätestens am 11. Juli. Die Kosten für das Bauvorhaben betragen voraussichtlich 3,5 Millionen Euro und werden vom Bund getragen.