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| 01:34 Uhr

Bauern rechnen mit schlechter Ernte

Verregnetes, minderwertiges Getreide. Foto: dpa
Verregnetes, minderwertiges Getreide. Foto: dpa FOTO: dpa
Dresden. Das trockene Frühjahr und der bislang verregnete Sommer dämpfen die Ernteerwartungen der sächsischen Bauern. Sowohl beim Ertrag als auch vor allem bei der Qualität rechnen die Landwirte mit einer unterdurchschnittlichen Getreideernte, sagte der Vorsitzende des Fachausschusses Getreide beim Landesbauernverband, Wolfgang Grübler, am Wochenende in Dresden. dapd/sm



Bei der Gerste sei mit Einbußen von bis zu 15 Prozent zu rechnen. Die Qualität habe ebenfalls unter dem Regen gelitten, zum Teil keimten die Körner am Halm, sagte Grübler. Vieles werde wohl nur noch für die Biogasanlage taugen. Auch sei vielerorts das Korn überreif und falle aus.

In den vergangenen Wochen habe der Regen die Ernte stark verzögert. Es sei kaum möglich gewesen, das Getreide trocken vom Halm zu bekommen. Wegen der Feuchtigkeit würden auf vielen Flächen mittlerweile Gras und Unkräuter von unten durchwachsen, was ebenfalls die Qualität des Getreides beeinträchtige, sagte der Fachausschuss-Chef.

Beim Weizen hingegen hielten sich die Verluste in Grenzen, auf den guten Böden westlich der Elbe könnten die Bauern eine durchschnittliche Ernte erwarten. Auf den leichten Böden in Ostsachsen hingegen müssten die Bauern starke Verluste hinnehmen. Dort sei es im Frühjahr zu trocken gewesen, diese Wuchsverzögerung sei nicht mehr aufzuholen gewesen.

Die sächsischen Bauern bewirtschaften insgesamt rund 720 000 Hektar Ackerland. Der Getreideertrag liegt seit Jahren stabil bei rund 65 Dezitonnen pro Hektar.