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Bahn investiert in Sachsen Millionen

Züge der Deutschen Bahn verlassen den Hauptbahnhof in Dresden. Der Konzern will im Land kräftig in die Infrastruktur investieren.
Züge der Deutschen Bahn verlassen den Hauptbahnhof in Dresden. Der Konzern will im Land kräftig in die Infrastruktur investieren. FOTO: dpa
Dresden. Brücken, Gleise, Stellwerke – die Bahn nimmt in den nächsten fünf Jahren hohe Summen in die Hand, um wichtige Knotenpunkte im Freistaat zu modernisieren. dpa/uf

Die Deutsche Bahn steckt bis 2019 rund 2,1 Milliarden Euro in Neubau und Erhalt der Schieneninfrastruktur in Sachsen. "Wir gehen davon aus, dass wir in den nächsten Jahren die Infrastruktur gezielt erneuern und ausbauen können", sagte Artur Stempel, DB-Konzernbevollmächtigter für den Freistaat Sachsen, am Dienstag in Dresden. Knapp zwei Milliarden Euro fließen in das Schienennetz, rund 90 Millionen Euro in die Bahnhöfe und 50 Millionen Euro in Anlagen zur Energieversorgung. Unter anderem sollen 63 Brücken saniert werden. Gerade in diesem Bereich müsse ein gewisser Rückstau abgearbeitet werden, sagte Stempel.

Zudem sollen innerhalb der nächsten fünf Jahre 397 Weichen und 360 Kilometer Gleis erneuert werden. Allein für 2015 sind nach Angaben der Bahn Investitionen in Höhe von rund 430 Millionen Euro für Sachsen geplant. Ein Schwerpunkt ist demnach der Ausbau des Knotenpunktes in Leipzig. Gleise, Weichen und Oberleitungen werden erneuert, zudem ist der Bau von drei neuen Bahnsteigen im Leipziger Hauptbahnhof vorgesehen. 2017 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.

In Dresden steht der viergleisige Ausbau der Strecke von Dresden-Neustadt bis nach Coswig (Landkreis Meißen) an, der 2016 fertig sein soll. Für den Ausbau der Strecke Leipzig-Chemnitz sind die Vorplanungen abgeschlossen. "Eine Kostenschätzung liegt vor", hieß es. Bahn und Freistaat hätten das Projekt für den Bundesverkehrswegeplan 2015 angemeldet, erklärte Stempel. Die Bewertung erfolge durch den Bund.

Gleiches gilt für die Elektrifizierung zwischen Dresden und Görlitz. Laut Bahn befinde man sich in enger Abstimmung mit Polen, da auch der polnische Streckenabschnitt ausgebaut werden müsse. Anfang April hatte sich die Initiative "Fernverkehr für Görlitz" gegründet, die eine bessere Fernverkehrsanbindung fordert.

Für den Güterverkehr dagegen soll die Strecke zwischen Knappenrode und Horka an der deutsch-polnischen Grenze bis 2018 zweigleisig ausgebaut, elektrifiziert und so eine wichtige Verbindung zwischen den Nordseehäfen und Südpolen geschaffen werden.

Bundesweit stehen bis 2019 rund 28 Milliarden Euro für die Schieneninfrastruktur zur Verfügung - etwa 11,5 Millionen Euro steuert die Bahn bei, der restliche Betrag kommt vom Bund.