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| 10:39 Uhr

Extremistentreffen und Friedensfest vorbei
Ausnahmezustand in und um Ostritz beendet

Der Ausnahmezustand in Ostritz ist vorbei.
Der Ausnahmezustand in Ostritz ist vorbei. FOTO: Nils Holgerson / dpa
Ostritz/Görlitz. Die Abreisewelle geht geregelt über die Straßen. Verkehrsbehinderungen bis zum Nachmittag auch auf der A 4 zu erwarten.

Bis Sonntagmittag wird der Ausnahmezustand im sächsischen Ostritz beendet sein, schätzt die Polizeidirektion Görlitz ein. Die Abreisewelle vom Schild und Schwert-Festival der versammelten rechten Szene und der Gegendemonstranten hatte bereits zwei Stunden nach Mitternacht begonnen. Das Friedensfest an der Lederwerkswiese löste sich bereits früher auf.

Polizeisprecherin Madelaine Urban weist nochmals auf die Verkehrsbehinderungen in und um Ostritz hin. Zudem sei der Autobahntunnel Königshainer Berge auf der Bundesautobahn 4 in beide Fahrtrichtungen bis zum Nachmittag (15 Uhr) wegen Reinigungsarbeiten voll gesperrt.

Bis auf verbale Auseinandersetzungen sind die Versammlungen am Wochenende friedlich geblieben. Das bestätigt Polizeisprecher Thomas Knaup. Vor allem im Bereich eines Einkaufsmarktes hatten die Ordnungshüter allerdings alle Hände voll zu tun, um die Personen der gegnischen Lager auf dem Weg zur Selbstversorgung zu trennen. „Die Polizei ist auch hier konsequent eingeschritten, um tätliche Auseinandersetzungen zu unterbinden. Zumeist blieb es bei verbal geführtem Protest gegen die Anwesenheit der Teilnehmer des Schild und Schwert-Festivals“, erklärt Knaup weiter.

Dokumentiert wurden mehrere Straftaten, zumeist das Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen oder das Zeigen des Hiltergrußes von Teilnehmern des Schild und Schwert-Festivals. Die Personalien der Beschuldigten seien erhoben und Strafverfahren eingeleitet worden. Die meist jungen Männer hätten Platzverweise erhalten. Beschwerden über strafrechtlich relevante Äußerungen auf dem Festivalgelände am Hotel „Neißeblick“ in der Nacht zum Sonntag bestätigten sich nicht. Wesentliche Störungen seien ebenfalls ausgeblieben.