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| 22:09 Uhr

Randale
Ausnahmezustand in Chemnitz

Nach dem verhängnisvollen Streit in der Chemnitzer Innenstadt in der Nacht zu Sonntag mit einem Todesopfer und zwei Verletzten endete das Stadtfest vorzeitig. In der Nacht eskalierte die Situation erneut. Es kam zu Zusammenstößen von Demonstranten und der Polizei.
Nach dem verhängnisvollen Streit in der Chemnitzer Innenstadt in der Nacht zu Sonntag mit einem Todesopfer und zwei Verletzten endete das Stadtfest vorzeitig. In der Nacht eskalierte die Situation erneut. Es kam zu Zusammenstößen von Demonstranten und der Polizei. FOTO: dpa / Sebastian Willnow
Chemnitz. Nach dem gewaltsamen Tod eines 35-Jährigen in Chemnitz sind Hunderte mutmaßliche Rechte durch die Stadt gezogen. Dabei kam es zu Zusammenstößen mit der Polizei, wie die Polizeidirektion Chemnitz am Sonntagabend mitteilte. AFP

Rund 800 Menschen versammelten sich demnach am berühmten Karl-Marx-Monument und zogen dann durch die Innenstadt. Dabei wurden Flaschen in Richtung der Polizei geworfen. Laut der Zeitung „Freie Presse“ folgten die Demonstranten dem Aufruf einer rechten Ultra-Fußballvereinigung, die auf Facebook dazu aufgerufen hatte, „zu zeigen, wer in der Stadt das sagen hat“. Nutzer des Kurzbotschaftendienstes Twitter schrieben über Jagdszenen auf Migranten. Offenbar war die Polizei zunächst mit der Situation überfordert: Die Beamten waren nach eigenen Angaben zunächst „nur mit geringen Kräften vor Ort“. Deswegen wurden Einsatzkräfte der Bereitschaftspolizei nach Chemnitz verlegt.

Auslöser der Proteste war der Tod eines 35-jährigen Deutschen in der Nacht auf Sonntag. Nach Angaben der Polizei war es gegen 03.15 Uhr zu einer „tätlichen Auseinandersetzung zwischen mehreren Personen unterschiedlicher Nationalitäten gekommen“. Dabei wurden drei Männer im Alter von 33, 35 und 38 Jahren schwer verletzt. Der 35-Jährige erlag später im Krankenhaus seinen Verletzungen.