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| 14:34 Uhr

Ermittlung wegen versuchter Körperverletzung
Zwischenfälle bei rechter „Pro Chemnitz“-Versammlung

Teilnehmer einer Demonstration des Bündnisses Pro Chemnitz ziehen hinter Absperrgittern durch die Stadt. Sie tragen ein Transparent mit der Aufschrift „Wir sind das Volk“. Die Demonstration von „Pro Chemnitz“ und eine Gegendemo haben am Freitagabend zunächst weniger Menschen angezogen als in der Vorwoche.
Teilnehmer einer Demonstration des Bündnisses Pro Chemnitz ziehen hinter Absperrgittern durch die Stadt. Sie tragen ein Transparent mit der Aufschrift „Wir sind das Volk“. Die Demonstration von „Pro Chemnitz“ und eine Gegendemo haben am Freitagabend zunächst weniger Menschen angezogen als in der Vorwoche. FOTO: dpa / -
Chemnitz. Während eines Aufmarschs des Bündnisses „Pro Chemnitz“ sind nach Polizeiangaben ein linkes Politik- und Kulturzentrum und ein Journalist attackiert worden.

Versammlungsteilnehmer hätten bei der Demonstration in der sächsischen Stadt am Freitagabend gegen die Kamera des Journalisten geschlagen, teilte die Polizei am Samstag in Chemnitz mit. Ermittelt werde wegen versuchter Körperverletzung. Zudem sei am Gebäude des Rothaus-Vereins unter anderem eine Scheibe zerstört worden.

Das Haus wird nach Vereinsangaben von verschiedenen Initiativen, Vereinen und Gruppen sowie von Abgeordneten der Linken im sächsischen Landtag und im Bundestag unter anderem für politische Arbeit und politische Bildung, für Kulturveranstaltungen und Feste genutzt.

An der Versammlung von „Pro Chemnitz“ nahmen nach Polizeiangaben rund 2000 Personen teil. An Protesten dagegen unter dem Motto „Aufstehen gegen Rassismus Chemnitz“ hätten sich rund 400 Menschen beteiligt, hieß es. Bei den Demonstrationen seien insgesamt 800 Polizeibeamte aus Sachsen, Baden-Württemberg, Brandenburg und Sachsen-Anhalt sowie von der Bundespolizei im Einsatz gewesen.

(epd/bf)