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| 11:32 Uhr

Kriminalität
Angekündigte Waffenverbotszone in Leipzig lässt auf sich warten

Ein Kriminalitätshotspot in Sachsen ist die Leipziger Eisenbahnstraße – hier war eigentlich ein Waffenverbot geplant.
Ein Kriminalitätshotspot in Sachsen ist die Leipziger Eisenbahnstraße – hier war eigentlich ein Waffenverbot geplant. FOTO: Sebastian Willnow
Leipzig. Die für Anfang des Jahres angekündigte erste Waffenverbotszone in Sachsen lässt auf sich warten. Wie das Innenministerium auf Anfrage mitteilte, ist die Leipziger Eisenbahnstraße bislang noch nicht wie geplant zur Waffenverbotszone erklärt worden.

Es liefen noch letzte Abstimmungen, hieß es. Im vorigen November hatte der damalige Innenminister Markus Ulbig (CDU) angekündigt, dass Anfang des Jahres rund um die Eisenbahnstraße eine solche Zone eingerichtet werden solle. Die Gegend gilt als Kriminalitätsschwerpunkt.

In einer Waffenverbotszone kann die Polizei verdachtsunabhängige Kontrollen vornehmen. Bei einer hohen Kontrolldichte soll das ein Mittel sein, um gegen Kriminalität vorzugehen. Die Eisenbahnstraße ist die einzige geplante Waffenverbotszone in Sachsen.

Die Stadt Leipzig hofft nach Angaben eines Sprechers, dass bis zum Sommer die letzten offenen Fragen geklärt werden. Der Freistaat könne eine Waffenverbotszone auch ohne Abstimmung mit einer Kommune einrichten. Für die Eisenbahnstraße habe man sich aber darauf verständigt, gemeinsam zu agieren. „Vor allem, weil in der Durchsetzung der Verbotszone Polizei und Kommune an einem Strang ziehen müssen“, erklärte der Sprecher.

(dpa)