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Albrechtsburg mit großer Schau zu Benno von Meißen

Meißen. Die Albrechtsburg Meißen bereitet für 2017 die bundesweit erste große Ausstellung über den Schutzpatron des Bistums Dresden-Meißen und des Erzbistums München und Freising vor. dpa/kr

Sie soll unter dem Titel "Ein Schatz nicht von Gold" (12. Mai bis 5. November) Leben und Wirken des früheren Bischofs Benno von Meißen (um 1010 bis um 1106) beleuchten, wie die Schlösserverwaltung mitteilte. Eine Website gibt vorab einen Einblick in das Leben des ersten und zugleich letzten sächsischen Heiligen.

Benno wurde seit dem 13. Jahrhundert wegen ihm nachgesagter Wunder verehrt und 1523 heiliggesprochen. Die Zerstörung seines Grabes war Symbol der Einführung der Reformation 1539 in Meißen. Die Benno-Verehrung war über Jahrhunderte mit den Wittelsbachern verbunden. Mit Wiederbelebung des Katholizismus im 18. Jahrhundert gab es eine "Rückkehr" nach Sachsen.

Bennos Reliquien wurden im 16. Jahrhundert nach München gerettet. Sie zählten zum kostbaren Schatz der Meißener Bischofskirche und sind im Gegensatz zum Großteil des mittelalterlichen Domschatzes "mehr als Gold und Silber", hieß es. In der Schau werden auch Skulpturen, Gemälde, geistliche Gewänder und prächtige Handschriften authentische Geschichten von Glanz, Glaube und Macht erzählen.