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Al-Bakr bereitete Anschlag „konkret“ vor

Die Polizei sichert am 09.10.2016 ein Wohnhaus in Chemnitz (Sachsen) ab. Wegen eines möglichen Sprengstoffanschlags läuft seit Samstag (08.10.2016) ein Polizeieinsatz in dem Wohnviertel. Die Polizei sucht weiter nach dem 22-jährigen Syrer, der einen Bombenanschlag geplant haben soll.
Die Polizei sichert am 09.10.2016 ein Wohnhaus in Chemnitz (Sachsen) ab. Wegen eines möglichen Sprengstoffanschlags läuft seit Samstag (08.10.2016) ein Polizeieinsatz in dem Wohnviertel. Die Polizei sucht weiter nach dem 22-jährigen Syrer, der einen Bombenanschlag geplant haben soll. FOTO: Hendrik Schmidt (dpa-Zentralbild)
Chemnitz. Der nach dem Bombenfund von Chemnitz festgenommene Terrorverdächtige hat laut Bundesanwaltschaft einen islamistisch motivierten Anschlag in Deutschland geplant und bereits konkret vorbereitet. Erkenntnisse dafür, dass Dschaber al-Bakr schon ein konkretes Ziel ins Auge gefasst habe, lägen aber derzeit nicht vor, teilte die Behörde am Montag in Karlsruhe mit. dpa

In der Wohnung des 22-Jährigen wurden demnach „rund 1,5 Kilogramm extrem gefährlicher Sprengstoff“ gefunden, „sowie weitere Materialien, die unter anderem zur Herstellung einer Sprengstoffweste geeignet sind“.

Der bundesweit gesuchte Mann war in der Nacht zum Montag in Leipzig festgenommen worden. Die Ermittler in Sachsen gehen davon aus, dass er Kontakte zur Terrororganisation Islamischer Staat (IS) hatte. Die Bundesanwaltschaft habe die Ermittlungen „wegen der besonderen Bedeutung des Falles“ übernommen, hieß es weiter.

Dem ebenfalls inhaftierten 33-jährigen Syrer Khalil A. wirft die Bundesanwaltschaft vor, Al-Bakr seine Chemnitzer Wohnung zur Nutzung überlassen und für ihn „in Kenntnis seiner Anschlagspläne“ die notwendigen Stoffe im Internet bestellt zu haben.

Weiter teilte die Anklagebehörde mit, dass Al-Bakr zumindest Anfang Oktober 2016 im Internet nach Anleitungen zur Herstellung von Sprengstoffvorrichtungen und Ausrüstungsgegenständen für den sogenannten „Dschihad“ gesucht habe.