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| 01:27 Uhr

6,5 Millionen Euro Verlust für Dresden

Dresden.. Der Notverkauf der Sachsen LB schlägt offenbar auf die sächsischen Kommunen durch.

Die Landeshauptstadt Dresden beziffert die Mindereinnahmen durch den Wegfall der Ausschüttung der Landesbank allein für das Jahr 2008 auf 6,5 Millionen Euro, wie der amtierende Oberbürgermeister Lutz Vogel (parteilos) nach einer Anfrage von Linksfraktionschef André Schollbach mitteilte.
Schollbach erklärte gestern, damit habe der Notverkauf an die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) „ganz konkrete Folgen für die Stadt Dresden“ . Es fehle ein „satter Millionenbetrag“ .
Vogel zufolge hatten die Anteilseigner der Sächsischen Finanzgruppe, an der Dresden mit 14,4 Prozent beteiligt ist, zuvor beschlossen, die Ausschüttung für das Geschäftsjahr 2007 auszusetzen. Nach seinen Angaben wirken sich Krise und Verkauf der Landesbank 2008 erstmals auf den Dresdner Haushalt aus. Zwar seien im Etat des Vorjahres 5,5 Millionen Euro aus der Ausschüttung des Geschäftsjahres 2006 eingeplant gewesen, die letztlich lediglich 4,6 Millionen Euro betragen habe. Die Differenz von 0,9 Millionen Euro habe jedoch nichts mit der Krise der Sachsen LB zu tun.
Infolge der Übernahme der Sachsen LB durch die LBBW gebe es weder für die sächsischen Sparkassen noch für die Kommunen Risiken, fügte Vogel hinzu. Der Freistaat Sachsen haftet hingegen für die Risiken mit einer Ausfallbürgschaft in Höhe von 2,75 Milliarden Euro. (ddp/das)