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| 01:09 Uhr

19-Jähriger wegen Mordes zu acht Jahren Haft verurteilt

Leipzig.. Wegen Mordes an einer Prostituierten hat das Landgericht Leipzig am Dienstag einen 19-Jährigen zu acht Jahren Haft verurteilt. Der junge Mann hatte gestanden, am 21.

Februar die Frau in einer Wohnung in dem Leipziger Ortsteil Plagwitz mit 33 Messerstichen auf Gesicht und Oberkörper erstochen haben. Sein Motiv soll laut Anklage Habgier gewesen sein.
Das Gericht ging jedoch nicht von einem klassischen Raubmord aus. Es verurteilte den 19-Jährigen wegen Mordes und anschließenden Diebstahls nach dem Jugendstrafrecht. Danach hätte die Höchststrafe zehn Jahre betragen.
Der Angeklagte war kurz nach der Tat in dem Mehrfamilienhaus festgenommen. Bei ihm wurden 1100 Euro und ein Handy gefunden. Damals gestand der 19-Jährige bereits die Tat. Später widerrief er diese Aussagen. Vor Gericht gab er jedoch zu, das Opfer durch eine Annonce kennen gelernt und schon früher aufgesucht zu haben. Am Tattag hatte er nach eigenen Aussagen in seinen Rucksack gegriffen, um angeblich Geld herauszuholen. Tatsächlich griff er nach dem Tatmesser. In dieser Situation sei das Opfer "arg- und wehrlos" gewesen, urteilte das Gericht und wertete das Verhalten als heimtückisch.
Da der Angeklagte noch Heranwachsender ist, hatten die Richter zu entscheiden, ob angesichts seiner Entwicklung als Jugendlicher oder Erwachsener zu verurteilen ist. Bei Letzterem hätte ihm lebenslange Haft gedroht. Die Staatsanwaltschaft hatte achteinhalb Jahre gefordert. (dpa/bra)