So sollen mehr Menschen als bislang für Vorsorge-Impfungen mobilisiert werden, sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums. "Zur- zeit sind 86 Prozent der Sachsen gegen die Krankheit geimpft. Unser Ziel ist es, diese Quote um zehn Prozent zu erhöhen", so der Sprecher.
In den ersten 30 Wochen dieses Jahres habe es im Freistaat rund 210 Fälle von Keuchhustenerkrankungen gegeben. Im gesamten vergangenen Jahr wurden knapp 460 Fälle registriert, 2004 waren es fast 420. Die Zahlen seien aber nicht besorgniserregend.
Vor allem bei Menschen, die älter als 25 Jahre sind, habe die Zahl der Krankheitsfälle zugenommen. Dies liege daran, dass der Impfschutz allmählich seine Wirkung verliere. Seit 1998 wird deshalb eine weitere Impfung von elfjährigen Kindern empfohlen. Zudem besteht laut Ministerium die Gefahr, dass an Keuchhusten erkrankte Erwachsene Kleinstkinder von bis zu drei Monaten anstecken, da diese noch nicht geimpft werden können. (ddp/mb)