Ausgenommen seien allerdings Schulen, für die bereits ein sogenannter Mitwirkungsentzug gelte. Die Opposition kritisierte, dass es sich lediglich um Forderungen handele, und pocht auf eine sofortige Änderung des Schulgesetzes.

Das Konzept der Minister sieht zum Erhalt der Grundschulen auf dem Lande auch jahrgangsübergreifenden Unterricht für die ersten und zweiten sowie die dritten und vierten Klassen vor. So könne die Mindestschülerzahl 15 leichter erreicht werden. Außerdem könnten sich kommunale Schulträger durch Kooperationen - etwa eine Anpassung der Grenzen benachbarter Schulbezirke - gegenseitig unterstützen. Beides sei bereits möglich, werde bisher nicht genutzt. Oberschulen sollen nach den Vorstellungen der Minister künftig auch einzügig betrieben werden können.

Nach Schulgesetz muss es zwei Klassen mit 40 Schülern pro Jahrgang geben. Ferner könnten benachbarte ein- und zweizügige Oberschulen dann in einem "Tandem-Betrieb" für den Erhalt von Schulstandorten sorgen. Für die Maßnahmen, die die Oberschulen betreffen, sind Änderungen des Schulgesetzes nötig. Diese seien nicht mehr in dieser Legislaturperiode zu erwarten. Kurth und Kupfer sprachen sich für eine ihren Vorschlägen entsprechende Schulgesetznovelle nach den Landtagswahlen 2014 aus.