Das Ziel der Staatsregierung bedeutet im Vergleich zu 2006 eine Verringerung der Emissionen um jährlich 6,5 Millionen auf 13,5 Millionen Tonnen. Darüber hinaus muss nach EU-Angaben vor allem in der Stromerzeugung und in Industriezweigen wie der Zementherstellung der CO{-2}-Ausstoß um weitere 6,9 Millionen Tonnen gesenkt werden. Zeitgleich solle sich der Anteil erneuerbarer Energien am Stromverbrauch auf mindestens 24 Prozent verdoppeln, kündigte Kupfer an. "Das Vorhaben ist ambitioniert, aber realistisch."Windräder statt "Mühlen"Die Klimaschutzziele sollen vor allem durch besser gedämmte Gebäude, effizientere Automotoren und Kraft-Wärme-Kopplung erreicht werden. Daneben sollen effizientere Windräder alte "Mühlen" ersetzen und so die Stromproduktion aus Windkraft steigern, kündigte Kupfer an. Auch die Nutzung von Bioabfällen soll ausgebaut werden. Zudem werde der Freistaat nur noch energiesparende Passivhäuser bauen."Nachhaltigkeit in der Energiewirtschaft ist ein entscheidender Wirtschaftsfaktor", betonte Jurk. "Energieinvestitionen sind Zukunftsinvestitionen." Daneben sei die Photovoltaik bereits ein Jobmotor in Sachsen. Das "Solarvalley" könne Maßstab auch für andere Branchen sein. Sie würden durch den Start der Verbundinitiative "Erneuerbare Energien Sachsen" unterstützt. Der Freistaat fördere zudem den Einsatz von Hybrid-Bussen im Nahverkehr und Energiesparprojekte in Unternehmen durch den Gewerbeenergiepass. Bereits im Juni hatten Jurk und Kupfer einen "Aktionsplan Klima und Energie” mit einem Bündel von weit über 200 Maßnahmen vorgestellt. Demnach will auch der Freistaat eine Vorbildrolle einnehmen. Zum Beispiel würden bei der Fahrzeugflotte des Innenministeriums durchschnittlich nur noch 139 statt bisher 150 Gramm Co{-2} pro Kilometer ausgestoßen, so Kupfer. Auch ein Ausgleichsprogramm für Dienstflüge der Regierung wird erarbeitet.Weniger NiederschlägeIn Sachsen ist laut Kupfer bis zum Jahr 2050 mit einem Anstieg der mittleren Jahrestemperatur um etwa 1,5 Grad, mit deutlichen Rückgängen der Niederschläge und mit einer Zunahme ex tremer Wetterereignisse zu rechnen.