Der Bergbausanierer LMBV will im April kommendes Jahr im Freistaat Sachsen mit dem Bau von zwei Anlagen zur Flussreinigung beginnen. Seit dem gestrigen Montag sind entsprechende Bau-Unterlagen zur Prüfung beim sächsischen Oberbergamt (Soba).

Das sagte Christof Voigt, Abteilungsleiter Tagebau beim Soba, bei einem länderübergreifenden Diskussionsforum am Montag in Cottbus. So will die LMBV in der Nähe von Burgneudorf (Bautzen) Pumpen errichten und in der Nähe von Spreetal (Bautzen) Brunnen installieren. Mit beiden Vorrichtungen soll Wasser gehoben, gereinigt und zurückgeführt werden.

Die zwei Bauvorhaben sind Teil eines Erste-Hilfe-Paktetes. Der Bergbausanierer LMBV will mit insgesamt 20 Sofort-Projekten der Verockerung der Spree entgegenwirken. Kosten: neun Millionen Euro.

Dabei geht es um Vorhaben in Sachsen und Brandenburg. Während in Brandenburg aber bereits mehrere Dinge - auch durch beschleunigte Genehmigungsverfahren in Behörden - umgesetzt wurden, passierte auf sächsischer Seite bisher relativ wenig.

Erst im Mai dieses Jahres war der brandenburgische Wirtschaftsminister Ralf Christoffers (Linke) zu seinem sächsischen Amtskollegen Sven Morlok (FDP) nach Dresden gereist, um für mehr Zusammenarbeit zu werben. Christoffers blitzte ab. Konkrete Zusagen: Fehlanzeige.

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