Sachsen versinkt im Schnee, Autofahrer müssen sich weiter auf Verkehrsbehinderungen einstellen. Glatte Straßen sorgten auch am Mittwoch für Unfälle. Die Lage habe sich aber weitgehend normalisiert, sagte ein Sprecher des Verkehrswarndienstes. "Die Autofahrer haben sich an die Glätte gewöhnt."

Am Dienstag noch hatten wegen eines kilometerlangen Staus und eingeschneiter Wagen mehrere Hundert Autofahrer die Nacht in ihren Fahrzeugen verbringen müssen. Am Mittwoch gab es zunächst nur kleinere Unfälle. In der Nacht rutschten nach Angaben der Polizeidirektionen in Dresden und Chemnitz auf den Autobahnen 4 und 17 mehrere Autofahrer in die Leitplanken. Es sei jedoch bei Blechschäden geblieben.

Laut Verkehrsdienst haben viele Lastwagenfahrer wegen erneuter Schneefälle die Nacht auf Rastplätzen verbracht, um erst wieder weiterzufahren, wenn die Winterdienste unterwegs sind. Wegen herabgestürzter Äste waren erneut einige Straßen vor allem im Erzgebirge dicht.

Die Stadt Chemnitz sperrte wegen des starken Schneefalls Turnhallen, Schwimmbäder und das Stadtbad. Für die Nacht zu Donnerstag seien erneut kräftige Schneefälle vorhergesagt, dadurch steige die Last auf den Dächern weiter, teilte die Stadt mit. Die Sperrungen gelten bis auf weiteres. Schulen seien nicht betroffen. Der Unterricht finde regulär statt.

Die Schneemengen in Sachsen seien für die Jahreszeit "eher ungewöhnlich", sagte Meteorologe Manuel Voigt vom Deutschen Wetterdienst. "Wir haben schon vergleichsweise viel abbekommen." Am Mittwoch lagen in Dresden und Chemnitz 26 Zentimeter Schnee, in Zwickau 21 Zentimeter und in Leipzig 14 Zentimeter. Spitzenreiter war der 1214 Meter hohe Fichtelberg im Erzgebirge mit einem Meter Schnee. Zum Vergleich: Auf dem höchsten deutschen Berg, der 2962 Meter hohen Zugspitze, lagen 1,90 Meter Schnee.

Bis Donnerstag müsse im Süden von Sachsen noch mit Schneefällen gerechnet werden, spätestens von Samstag an soll es tauen. Zum Fest hin werde dann wieder kühleres Wetter erwartet, sagte Voigt. Er wolle zwar noch keine Prognose wagen - aber es könne sein, dass sich Schnee bis Weihnachten rette.