Die Richtlinie für die Integrierte Ländliche Entwicklung (ILE) sei um die Hälfte reduziert und viel anwenderfreundlicher gestaltet worden. Soweit das EU-Recht Regeln enthalte, werde auf weitere verzichtet. „Auf diese Weise wird die Förderung sowohl für Antragsteller als auch für die Bearbeiter in den Behörden einfacher.“ Private Antragsteller sind so nicht mehr dem Vergaberecht unterworfen und müssen nicht mehrere Angebote einholen. Weitere Erleichterungen betreffen den Nachweis der Ausgaben.

Für ILE stehen in der laufenden Förderperiode 568 Millionen Euro bereit. Über deren Verwendung wird in 35 Regionen entschieden. Laut Kupfer wurden im laufenden Jahr bis Ende November 1577 Projekte mit 308 Millionen Euro Investitionen bewilligt. Das betrifft auch die Breitband-Versorgung von Gemeinden, Schul- und Kita-Sanierungen sowie die Förderung von Familien, leere Gebäude als Wohnungen zu nutzen. Dadurch soll der ländliche Raum attraktiver werden.

Laut Kupfer müssen die EU-Pläne zur weiteren Agrarpolitik nach 2013 nachgebessert werden. Dann fängt die neue Förderperiode an. Dabei sei der Ansatz richtig, landwirtschaftliche Direktzahlungen stärker an Umweltauflagen zu binden. Dabei müssten erbrachte Leistungen angerechnet werden. So würden viele Äcker in Sachsen pfluglos bestellt – ein wichtiger Beitrag für Erosions- und Hochwasserschutz sowie Gewässerqualität.

Laut Kupfer gäbe es für die Bauern sinkende Zuweisungen in der neuen Förderperiode. Grund: Durch das höhere Bruttosozialprodukt verliere Sachsen die höchste Förderpriorität.