Bisher setzen die Leipziger und Dresdner Verkehrsbetriebe rund 30 Fahrzeuge ein, deren Anschaffung von Bund und Land im Rahmen der Modellregion Elektromobilität gefördert wurden. Künftig sollen Hybridbusse auch in Meißen, im Raum Döbeln und in Chemnitz rollen. Das Modellprojekt Elek tromobilität wird nach Angaben der landeseigenen Sächsischen Energieagentur fortgeführt.

Ein Schwerpunkt liegt in Sachsen auf dem Einsatz von Hybridbussen. Diese Fahrzeuge sind nach Angaben von Verkehrsbetrieben mit 750 000 Euro derzeit noch doppelt so teuer wie vergleichbare Standardbusse mit Dieselmotor. Hybridbusse mit Elektro- und Dieselmotor könnten bis zu 17 Prozent der Energie zurückgewinnen, hieß es.

Sie seien leiser und mit Start-Stopp-Automatik ausgerüstet, was an Ampeln und im Stau für weniger Abgase sorge. Auf kürzeren Strecken von 500 Metern bis zwei Kilometer könnten die Busse auch rein elektrisch betrieben werden, erklärte ein Vertreter des Dresdner Fraunhofer-Instituts für Verkehrs- und Infrastruktursysteme.

Die Verkehrsbetriebe verwiesen darauf, dass wegen der schweren Akkutechnik derzeit Überlandeinsätze unwirtschaftlich seien. Zudem seien die Kapazitäten der Akkus zu gering, um beispielsweise bei Talfahrten die gesamte zurückgewonnene Energie aufnehmen zu können.

Die Unternehmen testen unterschiedliche Systeme im Linienverkehr. Morlok sieht Sachsen trotz der noch bestehenden Probleme in einer Vorreiterrolle bei der Elektromobilität. Im Freistaat könne von Forschung über Rohstoffgewinnung und Batterieherstellung bis hin zur Halbleiterentwicklung für die Steuerungstechnik die gesamte Bandbreite der Elektromobilität abgedeckt werden. Die neuen Busse mit Hybridtechnik fördert das Land nach Angaben des Ministers mit sieben Millionen Euro.