Damit habe sich erstmals ein ostdeutsches Bundesland an die Spitze gesetzt, teilte die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) mit. Das Ins titut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) hatte analysiert, inwieweit das Bildungssystem eines Landes einen Beitrag zu mehr Wachstum leistet.
Eine Stärke Sachsens sei, dass trotz teils deutlich gesunkener Schülerzahlen noch nahezu die gleiche Summe für die Schulen wie früher ausgegeben werde. Die Folge: Kam an den Mittelschulen früher beispielsweise ein Lehrer auf 16 Schüler, seien es heute nur noch zwölf. Damit verbesserten sich die Voraussetzungen für eine individuelle Förderung der Mädchen und Jungen.
Nur rund 15 Prozent von Sachsens Schülern haben laut Pisa-Studie erhebliche Schwächen in Mathematik und beim Lesen, bundesweit liegt die Quote nach den Angaben bei 22 Prozent. Zudem schafften in keinem anderen Land so viele junge Leute erfolgreich ihren Abschluss an Berufsfachschulen, Fachoberschulen und Fachschulen.
Wie weiter festgestellt wird, haben die Hochschulen Sachsens den dringenden Bedarf an Ingenieuren und Naturwissenschaftlern erkannt. Jeder vierte Absolvent im Freistaat habe solch ein Fach studiert. Nirgendwo sonst in Deutschland sei diese Quote höher. Sachsen bilde über den Bedarf hinaus aus und beliefere damit andere Bundesländer mit gut ausgebildetem Nachwuchs.
Der Freistaat schneidet jedoch laut den Angaben schlecht bei der Ausbildung von Kita-Angestellten ab. Gerade mal 1,4 Prozent des Personals habe studiert. Bundesweit sei diese Quote mehr als doppelt so hoch.
Sachsens Kultusminister Steffen Flath (CDU) erklärte zu dem Ranking in der Wochenzeitung "Die Zeit": "Wir haben Anfang der Neunziger unser Bildungssystem komplett umgestellt . . . davon profitieren wir jetzt." Das Ranking im Internet:
www.insm.de