Sachsen ist im Schwarzbuch des Bundes der Steuerzahler (BdSt) in diesem Jahr ohne Erwähnung geblieben. Es sei das erste Mal, dass der Freistaat in der bundesweiten Übersicht über die Verschwendung öffentlicher Gelder nicht gerügt werde, sagt der Vizepräsident des BdSt in Sachsen, Knut Schreiter. Gleichwohl wies er auf drei Bauprojekte in Leipzig, dem Landkreis Görlitz und dem Erzgebirgskreis hin, bei denen es Kostenüberschreitungen und Fehlplanungen in "geringerem" Umfang gegeben habe. Der Negativpreis "Schleudersachse" geht in diesem Jahr an die Gemeinde Boxberg (Landkreis Görlitz) für die Umwandlung eines ehemaligen Freibades in einen Landschaftspark für 767 500 Euro. Kritik gab es auch an der Sanierung des Anton-Philipp-Reclam-Gymnasiums in Leipzig. Dort wurden wegen eines Planungsfehlers Mehrkosten von einer halben Million Euro nötig. Und auch beim Landratsamt-Neubau in Annaberg-Buchholz (Erzgebirgskreis) habe es eine Kostenüberschreitung von drei Millionen Euro gegeben.