Seither laufe eine sechsmonatige Frist. Die aktuellen Vattenfall-Pläne zum Verkauf der Braunkohle-Sparte berührten das Genehmigungsverfahren nicht, hieß es.

Der Energiekonzern hatte bislang vor, den Tagebau südlich von Cottbus auszubauen und ab etwa 2026 zusätzliche 200 Millionen Tonnen Braunkohle zu fördern. Das Feld liegt vor allem in Brandenburg, nur ein kleiner Teil in Sachsen. Dort müssten keine Dörfer abgebaggert werden, während in der Mark etwa 800 Menschen die Umsiedlung droht.

Einer Tagebauerweiterung liegt ein Braunkohleplan zugrunde, dem jeweils von den Ländern zugestimmt werden muss. Es geht darum, ob diese für das Land energiepolitisch notwendig ist. Das hatte die brandenburgische Landesregierung um Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) bereits im Juni beschlossen. In Sachsen trifft das Innenministerium die Entscheidung.

Vattenfall hat fünf Braunkohle-Gruben in der Lausitz, zwei davon in Sachsen. Bereits im März hatte das Innenministerium den Ausbau des Tagebaus Nochten (Landkreis Görlitz) genehmigt. Dort droht etwa 1700 Bewohnern die Umsiedlung.