"Die Konjunkturdaten der vergangenen Monate hatten schon angedeutet, dass die Einnahmeerwartungen für die nächsten Jahre wohl einen Dämpfer erhalten würden." Das habe die am Donnerstag vorgelegte Schätzung nun bestätigt. Wie sich das auf die Landesebene und die sächsischen Kommunen auswirke, werde berechnet und in den nächsten Wochen bekannt gegeben.

Die verschiedenen geopolitischen Krisenherde belasteten das für Deutschland so bedeutsame außenwirtschaftliche Umfeld, stellte Unland fest. Für die sächsischen Exporteure seien besonders die anhaltenden Spannungen in Osteuropa problematisch. "Die aktuellen Ergebnisse zeigen, dass es sinnvoll ist, auch mit Steuerschätzungen mit Augenmaß umzugehen", meinte Unland. "Prognosen sind keine Einbahnstraßen und Erwartungen noch keine Einnahmen."