Knapp ein Drittel ließ sich weiterbilden, elf Österreicher kehrten als Fachärzte in ihre Heimat zurück. Ausgangspunkt der mit der Österreichischen Ärztekammer bestehenden Kooperation waren der hohe Ärztebedarf in Sachsen sowie Ärzteüberschuss und fehlende Stellen für Weiterbildung in Österreich. Sachsen hatte in der Alpenrepublik aktiv geworben. "Aber die Zeiten ändern sich", sagte Schulze.

Auch in Österreich fehlten inzwischen punktuell Ärzte, vor allem auf dem Land, sagte der Vizepräsident der Österreichischen Ärztekammer, Harald Mayer. 2030 werden es bis zu 7650 Mediziner sein, vor allem Fachärzte. Er lobte die Kooperation mit Sachsen, die den Austausch von Ausbildungsärzten wesentlich gefördert habe. Bundesweit habe sich die Zahl von Ärzten aus seinem Land seit 2004 mehr als verdoppelt. "Das Interesse, ärztlich in Deutschland tätig zu sein, ist ungebrochen."

Der Zugang für Absolventen aus Österreich bleibe bestehen, sagte Sachsens Sozialministerin Christine Clauß (CDU). Darüber hinaus sei ein intensiver fachlicher Austausch wünschenswert - über medizinische Versorgung auf dem Lande, die Auswirkung demografischer Effekte sowie im wissenschaftlichen Bereich. "Lassen Sie uns als Partner die Herausforderungen annehmen und grenzüberschreitende Lösungen finden."