Quartal dieses Jahres habe der Freistaat für Zahlungsausfälle knapp 61,2 Millionen Euro aus dem Garantiefonds begleichen müssen, teilte das Finanzministerium am Mittwoch mit. Damit belaufen sich die Zahlungen inzwischen auf insgesamt etwa 1,05 Milliarden Euro.

Die landeseigene Bank Sachsen-LB stand im Jahr 2007 nach riskanten Finanzgeschäften einer Institutstochter in Irland vor dem Ruin und ging per Notverkauf an die Landesbank Baden-Württemberg.

Sachsen bürgt mit insgesamt 2,75 Milliarden Euro für Ausfälle. Der Freistaat hat für den Fall der Fälle in einem Garantiefonds Rücklagen gebildet. Unlängst hatte das Land zusätzliche Mittel in den Fonds gesteckt und die noch vorhandene Deckungslücke geschlossen. Experten schließen mittlerweile nicht aus, dass Sachsen mit der kompletten Summe für die Landesbank geradestehen muss.