Auf 100 000 Menschen in Sachsen kommen demnach 75 Rechtsextremisten. Deutschlandweit liege der Durchschnitt bei 47.
Insgesamt sei das rechtsextreme Potenzial im Osten deutlich größer als im Westen. Auf den ersten fünf Plätzen befinden sich dem Bericht zufolge ausschließlich neue Bundesländer und Berlin. Die Bundeshauptstadt sowie Mecklenburg-Vorpommern rangieren auf den Plätzen zwei und drei hinter Sachsen. In Berlin kommen 71 Rechtsextremisten auf 100 000 Einwohner, im Nordosten sind es 70. Danach folgen Sachsen-Anhalt mit 59 und Brandenburg mit 54.
Unterdessen ist es in der Region am Wochenende erneut zu mehreren Vorfällen mit offenbar rechtsextremem Hintergrund gekommen. In Hoyerswerda ermittelt der Staatsschutz, nachdem Unbekannte in der Nacht zum Sonntag das Kreuz auf dem Schulhof des christlichen Gymnasiums Johanneum zerstört und anschließend vor dem Kruzifix aus Holzlatten zusammengenagelte, etwa 1,80 Meter große SS-Runen gelegt hatten.
In Forst (Spree-Neiße) wurden die Geschäftsstellen der SPD und der Linkspartei.PDS mit SS-Runen und Nazi-Parolen beschmiert. Dabei wurde unter anderem der am 4. August verstorbene Linkspartei-Abgeordnete Christian Otto als „Volksverräter“ diffamiert.
(ddp/mh/thr)