"Die Bayern haben die Latte hoch gelegt", lobte der neue DPSK-Chef Uwe Kilz am Montag die Arbeit der Vorgänger. Sachsen wolle das Thema noch mehr im Bewusstsein der Polizeidienststellen verankern. Eine gute Fitness sei eine Schlüsselqualifikation für das Funktionieren der Polizei. Es gehe nicht nur darum, dass Polizisten flüchtende Täter auch einholen können. Der Sport sei ferner als Ausgleich für einen besonders belastenden Beruf notwendig.

Sachsens Innenminister Markus Ulbig (CDU) wies Vorurteile zurück. "Das Klischee vom dicken Polizisten stimmt einfach nicht." Er verwies auch auf die seit 2009 bestehende Sportfördergruppe. Dort erhalten Athleten die Möglichkeit, ihre sportliche Karriere und ihre Berufsausbildung zu verbinden. Derzeit hat die Gruppe 31 Sportler, darunter die Bobfahrer Florian Kunze und Miriam Wagner. Laut Kilz gibt es mit Ausnahme der Stadtstaaten Bremen und Hamburg sowie der Länder Baden-Württemberg und Schleswig-Holstein in allen Bundesländern Sportfördergruppen bei der Polizei.