In der Sondersitzung des Bundesrats zur Euro-Rettung verlangte Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) am Freitag in Berlin die Einsetzung eines „Stabilitätskommissars“ bei der Europäischen Kommission. Zugleich plädierte er für Regeln für den Austritt schwächelnder Staaten aus der Euro-Zone, die danach mit ihrer eigenen Währung schneller wettbewerbsfähig werden könnten.

Tillich warnte in seiner Rede davor, die EFSF-Aufstockung bedingungslos hinzunehmen. Alle Hilfen müssten an strenge Auflagen geknüpft werden. „Für eine Lösung der Krise darf es keine Tabus geben“, sagte Tillich.