Alle privaten Haushalte und Unternehmen, die berechtigte Anträge stellten, bekämen die Förderung gewährt.
In der genannten Finanzlücke sind auch Aufwendungen für den Hochwasserschutz enthalten. Nach Angaben von Tillich ergab sich bei Antragstellern in 14 Fällen ein Verdacht auf Subventionsbetrug. Damit befasse sich nun der Staatsanwalt.
Laut Statistik wurden bisher rund 103 000 Förderanträge für Wiederaufbau nach Flutschäden gestellt. Davon hat Sachsen gut 91 000 anerkannt. 97 Prozent davon mit einem Volumen von etwa 4,2 Milliarden Euro wurden bewilligt, davon zahlte das Land bisher etwa 2,2 Milliarden Euro aus. Tillich zufolge lag die beantragte Schadenshöhe bei 8,7 Milliarden Euro. Für die Beseitigung der Schäden stehen Sachsen rund 4,4 Milliarden Euro aus dem Aufbauhilfefonds von Bund und Ländern und 245 Millionen Euro aus dem EU-Solidaritätsfonds zur Verfügung.
Auf weitere Gelder der öffentlichen Hand hofft Sachsen noch. Nach Aussagen Tillichs sind die Gespräche mit dem Bund über die Umschichtung nicht verwendeter Mittel in den anderen von der Flut betroffenen Ländern noch nicht abgeschlossen. Dies werde vermutlich erst im Herbst dieses Jahres geschehen. (dpa/gb)