März öffnet sie in Dresden eine Ausstellung zu den damaligen Ereignissen auf sächsischem Territorium. Schwerpunkte des Konflikts zwischen Staatsmacht und Demonstranten waren seinerzeit Leipzig und Görlitz.
Im Mai widmet sich in Großhennersdorf bei Zittau eine zweitägige Konferenz dem Thema "Die Auswirkungen des 17. Juni 1953 auf die spätere Opposition in der DDR". In Kooperation mit den gleichnamigen Landeszentralen in Bayern und Thüringen organisieren die Sachsen am 16. und 17. Juni in Jena eine Tagung, bei der die Ereignisse im Kontext der sowjetischen und amerikanischen Außenpolitik beleuchtet werden sollen. Am 25. Juni wird in Leipzig das Buch "Der 17. Juni 1953 - Volksaufstand in der DDR" vorgestellt. Vorträge und Podiumsdiskussionen runden das Programm der Landeszentrale für politische Bildung ab.
Auch die Gedenkstätte Baut zen - Arbeitsstelle der Stiftung Sächsische Gedenkstätten zur Erinnerung an die Opfer politischer Gewaltherrschaft - nutzt das Jubiläum. Bereits im Mai wird dort eine Wanderausstellung des sächsischen Stasi-Beauftragten zum 17. Juni 1953 in Sachsen eröffnet. Am Jahrestag selbst soll es eine Gedenkfeier auf dem Gräberfeld am Karnickelberg geben. Dann wird auch ein Schülerprojekt zum Ablauf des historischen Tages in der Oberlausitz vorgestellt.
Der Volksaufstand vom 17. Juni 1953 gilt als eine der wenigen demokratischen Massenbewegungen in der deutschen Geschichte. In rund 560 Ortschaften der DDR kam es zwischen dem 17. und 21. Juni zu Streiks, Demonstrationen und anderen Protesten. Erst nach Eingreifen der sowjetischen Armee brach die Revolte zusammen. Wie viele Menschen sich an diesem Tag an Protestaktionen beteiligten, ist bis heute unklar. Die Angaben schwanken zwischen 400 000 bis 1,5 Millionen. Gleiches gilt für die Zahl der Todesopfer, die auf 50 bis 125 beziffert werden. (dpa/wie)