Es geht um höhere Strafen für Gewalttäter und auch um die Bestrafung von Mitläufern. 2007 hat die Zahl der Angriffe beispielsweise auf sächsische Polizisten deutlich zugenommen, so Innnenminister Albrecht Buttolo (CDU). Es wurden 2225 Straftaten registriert, bei denen Polizisten geschädigt wurden. Im Vergleich zu 2006 war das eine Steigerung um 6,5 Prozent. Wer Polizisten angreift, greift die Gesellschaft an. Ich werde es nicht mehr hinnehmen, dass von Jahr zu Jahr immer mehr Polizisten Opfer von Gewalttätern werden. Gewaltsamer Widerstand oder tätliche Angriffe gegen Polizisten dürfen nicht bagatellisiert werden. Mit einer Verschärfung von Strafen soll das Prinzip "Null Toleranz" bei gewalttätigen Ausschreitungen verwirklicht werden. Bei den Straftaten geht es um Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und Landfriedensbruch. Der Staat kann es nicht hinnehmen, wenn Straftäter ihre Gewalttaten aus der Deckung heraus begehen, so Buttolo. Nach polizeilichen Beobachtungen befinden sich im Umfeld der Gewalttäter nicht nur friedfertige Bürger und Neugierige, die den Ausschreitungen ablehnend gegenüber stehen. Vielmehr bildet sich um den harten Kern nicht selten ein Kreis von Personen, die die Gewalttätigen allein durch ihre Anwesenheit vor einem polizeilichen Zugriff bewahren. Die Gewalttäter begehen ihre Ausschreitungen ohne Risiko aus der Menge heraus. dpa/mb