Betroffene Bürger, Firmen und Vereine erhalten bis zu 80 Prozent der individuellen Schäden ersetzt.

Die Infrastruktur in Kommunen wird bis zu 100 Prozent gefördert. Zugleich ist eine Regulierung von Hausratsschäden möglich. Wer bereits Anträge bei der Sächsischen Aufbaubank gestellt hat, muss nicht mehr "nachfordern". Die höheren Förderquoten werden automatisch berücksichtigt, hieß es. Beermann ging davon aus, dass die ersten Hilfen noch im August ausgezahlt werden können. Ursprünglich hatte Sachsen mit geringeren Förderquoten gerechnet und war bei den Privatleuten nur von 50 Prozent ausgegangen.

Kritiker einer hohen Förderquote sehen die Gefahr, dass Betroffene damit keinen Antrieb für eine Eigenvorsorge entwickeln, nach dem Motto: Wenn das Wasser kommt, hilft sowieso der Staat. Beermann äußerte sich auch zu diesem Punkt. Sachsen halte an dem Ziel fest, die Eigenvorsorge vor künftigen Hochwasserereignissen und anderen Naturkatastrophen zu stärken.