Die Übernachtungen stiegen laut der Mitteilung um ein Prozent auf 15,7 Millionen. Vor allem aus dem Ausland kamen mehr Besucher. Deren Zahl stieg um 7,3 Prozent auf rund 616 000. Die Nachbarn in Polen und der Tschechischen Republik entdeckten den Freistaat zunehmend für sich, hieß es. Mit einem Zuwachs von bis zu 20 Prozent käme mit ihnen frische Kaufkraft ins Land. Insgesamt hat die Tourismuswirtschaft laut Bericht im vergangenen Jahr 6,8 Millionen Euro umgesetzt. Die Branche beschäftigte rund 230 000 Mitarbeiter. Gewinner der Tourismusbilanz sind dem Verband zufolge vor allem das Sächsische Burgen- und Heideland mit 7,7 Prozent Plus bei den Gästen und 5,8 Prozent bei den Übernachtungen, gefolgt von der Sächsischen Schweiz mit Steigerungen von 6,9 und 3,3 Prozent sowie der Oberlausitz mit 6,2 und 3,8 Prozent Zuwachs. Das Erzgebirge und das Vogtland konnten den fehlenden Winter Anfang 2008 hingegen nur teilweise wieder aufholen. Dem Erzgebirge gelang es zumindest, im winterlichen Dezember des vergangenen Jahres bei Gästen und Übernachtungen wieder um 1,1 und 1,2 Prozent zuzulegen, hieß es. Weniger gut sah es bei den großen Städten aus: Nach einem Boom in den Jahren zuvor stagniere die Nachfrage, hieß es. Mit 1,5 Millionen Gästen hatte Dresden weiter den größten Zuspruch. Leipzig konnte mit 1,2 Prozent Zuwachs erstmals die Marke von einer Million knacken, und Chemnitz kam mit einem Minus von 1,6 Prozent auf 210 000 Gäste. Dem Verband zufolge müssen in den Regionen künftig noch mehr Vier- und Fünf-Sterne-Hotels gebaut werden, um attraktiver zu werden. Als Folge der Wirtschaftskrise müsse mit einem Rückgang im Mittelklasse-Segment gerechnet werden, sagte Verbands-Präsident Andreas Lämmel. Der Luxus-Bereich sei davon weniger betroffen. Dieser Klientel müssten mehr Angebote gemacht werden. Neueröffnete Hotels in Bad Schandau oder Bad Düben hätten entscheidend zum Zuwachs in deren Region beigetragen.