Dennoch solle das Angebot schrittweise noch verbessert werden. Vor allem in den Städten sei die Nachfrage groß. Mancherorts gibt es Wartelisten. Laut Ministerium besuchten im Jahr 2008 drei Prozent der Kinder bis zu einem Jahr und fast jedes zweite zwischen einem und drei Jahren die Krippe. 2007 waren es rund 46 Prozent. Bei den Drei- bis Sechsjährigen gingen mehr als 94 Prozent in Kitas. Nach Angaben der Stadtverwaltung wurden in Dresden 2008 rund 5500 Babys geboren, etwa zwei Prozent mehr als 1990 - mit Konsequenzen für den Eigenbetrieb Kindertageseinrichtungen. "Es gibt jährlich neue Prognosen für den Bedarf an Betreuung", sagte Leiterin Sabine Bibas. Die Betreuungsquote bei den bis Dreijährigen in den Krippen soll von 38 Prozent 2008 auf 43 Prozent in diesem Jahr steigen. Im vergangenen Jahr fehlten etwa 700 Plätze. Wartezeiten sind an der Tagesordnung. Berufstätige Mütter werden bevorzugt. Um der Nachfrage Herr zu werden, wurden "mobile Raumeinheiten" - Wohncontainer - aufgestellt. Die Betriebskostenzuschüsse stiegen von 54 Millionen Euro 2001 auf geplante 99,5 Millionen Euro 2009. In den nächsten drei Jahren sollen rund 80 Millionen Euro investiert werden. Auch in Chemnitz kommen immer mehr Jungen und Mädchen in Krippen und Kitas. "Die vorhandenen Kapazitäten werden voll ausgenutzt", hieß es in der Stadtverwaltung. Selbst in kleineren Städten müssen sich die Eltern wegen eines Krippenplatzes gelegentlich gedulden. "Es gibt Wartezeiten bis zu maximal sechs Monaten", sagte Daniela Dietz von der Stadtverwaltung Plauen. 2008 seien 44 neue Plätze eingerichtet worden, 2009 sollen es etwa ebenso viele werden. In Zwickau und Hoyerswerda hingegen gibt keine Wartelisten. dpa/ta