Auf gut 550 Seiten gibt das Statistische Jahrbuch 2016 Einblicke in verschiedene Lebensbereiche. Bei der Präsentation der aktuellen Ausgabe am Dienstag widmete sich Behördenchef Burkhard Müller vor allem Zahlen und Fakten über Einkommen und Verdienst - auch mit Blick auf das anstehende Weihnachtsgeschäft.

Nettoeinkommen: Die meisten Sachsen verfügen im Monat über ein Nettoeinkommen zwischen 1100 und 1300 Euro pro Monat. Demnach lag das Einkommen von gut 500 000 Menschen im Vorjahr in dieser Größenordnung, bei etwa 490 000 Männern und Frauen waren das zwischen 900 und 1100 Euro pro Monat. Das mittlere Nettoeinkommen liegt den Angaben zufolge im Freistaat bei 1168 Euro. Eingerechnet sind neben Lohn und Gehalt auch Leistungen wie Rente oder Kindergeld.

44 Prozent der Sachsen bezogen 2015 ihren Lebensunterhalt aus Erwerbstätigkeit, so Landesamtspräsident Burkhard Müller.

Dafür geht das Geld weg: Die Sachsen geben rund ein Drittel ihres Haushaltsnettoeinkommens (2029 Euro) - und damit den Löwenanteil - für Wohnen und Energie aus. Dafür müssen sie immer tiefer in die Tasche greifen. Seit 1993 sind die Ausgaben dafür um elf Prozent gestiegen.

Die Sachsen sind zudem sehr an Kultur interessiert. Immerhin geben sie zwölf Prozent des Haushaltseinkommens für Freizeit, Unterhaltung und Kultur aus - mehr als der Bundesdurchschnitt.

Was verdient wer?: Der Verdienst in Sachsen unterscheidet sich enorm - abhängig vom Beruf: An der Spitze liegen Ärzte, sie kommen auf rund 6000 Euro brutto. An zweiter Stelle stehen Musiker, gefolgt von Geschäftsführern und Vorständen mit jeweils rund 5000 Euro.

Am unteren Ende landen der Statistik zufolge Fachkräfte in einer Drechslerei sowie Spielzeughersteller (1120 Euro brutto), auch Beschäftigte in der Gas tronomie oder Köche gehören in Sachsen eher zu den Geringverdienern.

Im Schnitt liegt der Durchschnittsverdienst in Sachsen etwa 20 Prozent unter dem Bundesdurchschnitt, so Müller.

Beliebteste Weihnachtsgeschenke: Laut Statistik stehen Gutscheine auf Platz eins der beliebtesten Weihnachtsgeschenke, gefolgt von Kosmetik und Büchern. Auf dem 4. Platz landen demnach Uhren und Schmuck, erst danach kommen Spielwaren.

Hohe Geburtenrate: Seit Jahren verteidigt Sachsen bei der Geburtenrate den bundesweiten Spitzenplatz - so auch 2015. Die Geburtenrate im Freistaat hat sich noch einmal von 1,57 Kindern je Frau auf 1,59 erhöht. Insgesamt wurden hier 36 466 Kinder lebend geboren, das waren 531 mehr als im Jahr zuvor.