Zuletzt waren wiederholt Forderungen von Demonstranten aufgetaucht, Pegida und AfD sollten bei ihren Protesten zusammen gehen. Man habe zu Pegida "durchaus ein angespanntes Verhältnis", was vor allem von Pegida-Chef Lutz Bachmann und dem Organisationsteam ausgehe, hieß es. Man werde auf absehbare Zeit mit Pegida nicht zusammenarbeiten.

Nach einem starken Teilnehmerschwund bei der zweiten AfD-Demo gegen Asylpolitik am vergangenen Donnerstag in Dresden will die rechtskonservative Partei die Anzahl ihrer Protestaktionen verringern. Künftig wolle man nicht mehr jede Woche auf die Straße gehen, sondern nur alle drei oder vier Wochen, kündigte Urban an. Die nächste Kundgebung wurde für den 15. Oktober anberaumt.

Pegida hatte in Dresden am Montagabend erneut Tausende Anhänger mobilisiert. Nach einer ersten Auszählung von Studenten der Technischen Universität Dresden nahmen bis zu 9000 Menschen an dem sogenannten Abendspaziergang der selbsternannten "Patriotischen Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes" (Pegida) teil. In der Vorwoche waren es demnach rund 7500 Menschen. Ein Polizeisprecher sagte am Dienstagmorgen, bei der Veranstaltung habe es keine Störungen gegeben. Zu den Teilnehmerzahlen machte die Polizei keine Angaben.

Pegida-Gründer Lutz Bachmann sieht sich mit einer Anklage wegen Volksverhetzung konfrontiert. Grundlage sind die im Januar aufgetauchten Facebook-Posts aus dem Herbst 2014, in denen Bachmann Ausländer als "Viehzeug", "Gelumpe" und "Drecks-pack" bezeichnet hatte. Nach Angaben der Dresdner Staatsanwaltschaft soll Bachmann damit in Kauf genommen haben, den öffentlichen Frieden zu stören.

Bachmann äußerte sich am Montag kurz zu der Anklage und sagte, sich "nicht mundtot" machen zu lassen.