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Russland weist Vorwürfe einer Militarisierung der Arktis zurück

Moskau. Russland hat westliche Vorwürfe einer Militarisierung der rohstoffreichen Arktis zurückgewiesen. Russlands Aktivitäten in der Region um den Nordpol seien keine Gefahr für andere Anrainerstaaten, sagte der für die Arktis-Politik zuständige russische Diplomat Wladimir Barbin am Montag in Moskau. dpa/kr

"Wir machen nichts, was unsere Partner nicht auch tun", meinte er vor einem Treffen des Arktischen Rates in dieser Woche in Kanada.

Russland baut seit Jahren militärisch und wirtschaftlich seine Präsenz in der Arktis aus. Dort werden reiche Öl- und Gasvorkommen vermutet, auf die der Kreml Anspruch erhebt. Doch auch Kanada, Norwegen und die USA haben den Blick auf die Arktis gerichtet.

Im nordkanadischen Iqaluit wollen am 24. und 25. April die Außenminister des Arktischen Rates unter anderem über Umweltschutz und Bodenschätze in der Nordpolregion beraten. Russland wird dabei von Umweltminister Sergej Donskoj vertreten. Beobachter sorgen sich, dass der Streit wegen der Ukraine-Krise das Treffen überschatten könnte.