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| 02:44 Uhr

Russland kündigt die baldige Aufnahme der Krim an

Moskau. Unbeeindruckt von den Sanktionsdrohungen der EU und der USA treibt Russland den Anschluss der zur Ukraine gehörenden Krim zielstrebig voran. Gut eine Woche vor dem geplanten Krim-Referendum stellte Moskau der Schwarzmeer-Halbinsel die Eingliederung in die Russische Föderation in Aussicht.

Die Staatsduma könnte nach Angaben aus Moskau bereits am 21. März über ein Gesetz zum Beitritt abstimmen. Als Teil Russlands werde die Krim künftig mehr Rechte haben als in der Ex-Sowjetrepublik Ukraine, versprach die Vorsitzende des Föderationsrates, Valentina Matwijenko, bei einem Treffen mit Krim-Parlamentschef Wladimir Konstantinow.

Die diplomatischen Bemühungen um eine Konfliktlösung treten derweil auf der Stelle. Eine OSZE-Beobachtermission wurde erneut an einem Kontrollposten vor der Krim abgewiesen. Bei einem Telefonat zwischen Kremlchef Wladimir Putin und US-Präsident Barack Obama blieben die Positionen nach Moskauer Angaben verhärtet.

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) setzt in der Ukraine-Krise weiter auf Diplomatie und drängt Putin, sich an einer Kontaktgruppe zur Lösung der Krim-Krise zu beteiligen. "Wir erwarten innerhalb weniger Tage die Bildung eines diplomatischen Gremiums und dann auch sehr schnell Ergebnisse", sagte Merkel am Freitag. dpa/bl Politik Seite 5