Doch Studien zeigen, dass sich jeder zweite Radler nicht sicher fühlt. Helme sind für viele keine Lösung. Sie fordern breitere Radwege und sehen die Bundesregierung am Zug. In punkto Fahrradfreundlichkeit ernten die Politiker in einer Umfrage des Fahrradclubs ADFC gerade einmal Schulnote 3,8 - ausreichend.

Etwa zwei Millionen Menschen in Deutschland nutzen ihr Fahrrad nach Angaben des Instituts für Verkehrsforschung im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt täglich für den Weg zur Arbeit. Die aktuellste Erhebung stammt aus dem Jahr 2008 - inzwischen dürfte die Zahl der Fahrradpendler weiter zugenommen haben. Denn: Wer mit dem Fahrrad zum Dienst fährt, startet entspannter in den Arbeitstag. Radeln helfe Stresshormone abzubauen, hat eine Studie der Deutschen Sporthochschule Köln ergeben. Das gilt natürlich erst recht beim entspannten Ausflug ins Grüne, wie sie über die Oster-Feiertage auch wieder von ungezählten Lausitzern ins Auge gefasst werden.

Ü brigens ist den Deutschen ein gutes Fahrrad immer mehr Geld wert. Der Durchschnittspreis, den die Käufer für ihren Drahtesel zahlten, stieg im vergangenen Jahr um 7,6 Prozent auf 495 Euro, wie der Zweirad-Industrie-Verband (ZIV) mitteilte. Grund sei neben einer wachsenden Nachfrage nach hochwertigen Modellen auch der Boom bei teuren Elektro-Fahrrädern, sagte Geschäftsführer Siegfried Neuberger. Der Gesamtwert der verkauften Räder stieg um 8,8 Prozent auf rund zwei Milliarden Euro. In diesem Jahr rechnet der ZIV mit Zuwächsen vor allem bei den E-Bikes