Nur wenige hielten die Stellung - "Stallwächter" nennt man sie zuweilen im politischen Betrieb. Denn viel ist in der Sommerpause in der Regel ja auch nicht los - sieht man einmal von der letzten Woche ab. Dass Rudolf Zeeb, der als Chef der Staatskanzlei traditionell zur Stallwächterparty in der Sommerpause einlädt, nun seinen eigenen Stall vorzeitig verlassen musste, zeichnete sich zwar während der vergangenen Tage schon ein bisschen ab. Aber scheinbar eben nicht für alle.

Vor allem der sonst so agilen Oppositionsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen merkte man die Urlaubsphase an. Als Zeeb zurücktrat und die übrigen Wechsel bei den Staatssekretären angekündigt wurden, kam von ihnen ein gepflegtes Nichts.

Erst einen Tag später meldete sich die kommunalpolitische Sprecherin der Grünen, Ursula Nonnemacher, mit einer profunden Stellungnahme zu Wort.

Doch eine lange Pause muss ja nicht unbedingt ein Nachteil sein. Denn wenn die Grünen nun frisch erholt aus der Sommerpause wiederkehren, darf man sich in Potsdam zumindest einmal auf den mitgebrachten neuen Elan freuen. Denn nach der Urlaubszeit beginnt im Parlamentsbetrieb bekanntermaßen ein "heißer Herbst."