Pro Jahr werden dafür 3,6 Prozent abgezogen, insgesamt ist die Kürzung auf 10,8 Prozent begrenzt. Zum Ausgleich wird ein möglicher Hinzuverdienst bis zum Erreichen der gesetzlichen Altersgrenze nicht angerechnet.

Die Regelung gehört zum Stellenabbaubegleitgesetz, das der Landtag am Mittwoch auf Betreiben der CDU-FDP-Koalition verabschiedete. Für Richter und Staatsanwälte trifft es nicht zu. Bei anderen dürfen dienstliche Gründe dem Anliegen nicht entgegenstehen.

Die vorzeitige Pensionierung muss vor dem 1. Januar 2014 beantragt werden und ist bis 2020 befristet.

Sachsen will so den geplanten Personalabbau vorantreiben. Nach den Plänen der Regierung soll die Zahl der aktuell 86 000 Landesbeschäftigten bis 2020 auf 70 000 sinken. Laut Finanzminister Georg Unland (CDU) stellt sich Sachsen damit auf die demografische Entwicklung ein: „Wir müssen bis zum Jahr 2020 einen Rückgang der Bevölkerung von heute knapp 4,2 Millionen auf dann 3,9 Millionen Menschen verschmerzen.“ 2025 seien es weitere 100 000 weniger. „Deshalb können wir uns nicht mehr denselben Verwaltungsaufwand wie bisher leisten.“ Zusätzlich müsse Sachsen auf sinkende Transferleistungen reagieren.