Laut Schönbohm sollen die Koalitionsverhandlungen am 8. Oktober beendet sein. „Wir wollen, dass es eine Koalition für Wachstum wird“, betonte er. Dazu zählten eine Verbesserung der Qualität der Schulausbildung, die weitere Entbürokratisierung sowie eine Wirtschaftspolitik, die sich für Arbeitsplätze stark macht. Mit Blick auf eine mögliche Ministerienverteilung meinte Schönbohm lediglich: „Wir wollen das Ministerium, wo das Wachstum gestaltet wird.“

Bildungspolitik Knackpunkt für die Union Als Knackpunkt in den Koalitionsverhandlungen nannte er vor allem die Schulpolitik. „Die Frage muss sein, wie können wir ein Abitur nach zwölf Jahren erreichen, denn das ist nötig für die Wettbewerbsfähigkeit unserer Schüler.“ Schönbohm geht nach eigenem Bekunden optimistisch in die Verhandlungen. Der Innenminister ging davon aus, dass die jeweils acht Verhandlungspartner im Zwei-Tages-Rhythmus zusammentreffen. Am 8. Oktober wolle der CDU-Landesvorstand die Ergebnisse beraten und einem für den 11. Oktober anberaumten Kleinen Parteitag (Landesausschuss) seine Empfehlungen geben.

Platzeck-Wahl Mitte Oktober SPD-Landesgeschäftsführer Klaus Ness sagte: „Die Sondierungsgespräche deuten darauf hin, dass zügige Verhandlungen möglich sind.“ Schließlich gebe es auch bei schwierigen Themen wie der Bildungspolitik ähnliche Grundlinien. Nach SPD-Angaben sollen Schwerpunktthemen in den Koalitionsverhandlungen die Bildungs- und Wirtschaftspolitik sowie die Bekämpfung des Rechtsextremismus sein.

Die SPD plant nach Auskunft von Ness für den 11. Oktober einen Sonderparteitag. „Wir hoffen, dass der Koalitionsvertrag am 12. Oktober unterzeichnet wird“, sagte er. In dem Fall könnten Platzeck am Tag darauf bei der konstituierenden Sitzung des neuen Landtags als Regierungschef gewählt und die Minister vereidigt werden. Im neuen Landtag werden SPD und CDU 53 Sitze haben; auf die PDS und die rechtsextreme DVU entfallen 29 beziehungsweise 6 Mandate.