In den Jahren 2014 bis 2029 soll die Altersgrenze stufenweise auf 67 Jahre ansteigen. Ausnahmen gibt es für Polizisten, Feuerwehrleute und Justizvollzugsbeamte, die als höher belastet gelten. Innenminister Dietmar Woidke (SPD) sprach am Dienstag von einem "Gebot der Fairness".

Das rot-rote Kabinett verständigte sich in Potsdam auf zwei Gesetzentwürfe zum Beamtenrecht und zur Besoldung. Ziel der Landesregierung sei eine zukunftsfähige Verwaltung: "Wir müssen noch mehr ausbilden. Wir verjüngen die Kader. Wir führen mehr Flexibilität ein", sagte Finanzminister Helmuth Markov (Linke).

Unter anderem sollen die Landesbeamten künftig stärker entsprechend ihrer Leistung bezahlt werden - und nicht wie bislang vor allem nach der Zahl ihrer Dienstjahre. Dazu werden die Besoldungsgruppen, die jeweils im einfachen, mittleren und gehobenen Dienst erreicht werden können, um eine aufgestockt. Beim Aufstieg soll es statt um Dienstjahre um Leistung und "Erfahrungsgewinn" gehen. "Leistung soll sich künftig stärker lohnen", sagte Woidke.

Auch der Familienzuschlag soll geändert werden: Künftig wird es demnach weniger darauf ankommen, ob Beamte verheiratet sind.

Die geplanten Neuregelungen werden im August zum ersten Mal im Landtag diskutiert - auch die Besoldung. Die Beamten sollen rückwirkend zum 1. Juli mehr Geld erhalten.