Das Programm des mittlerweile zehnten Landesfestes steht unter dem Motto "Rosen für Brandenburg". Forst habe sich sehr gut vorbereitet, stellte Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) fest.
Das Land unterstütze den Brandenburg-Tag mit 204 500 Euro, sagte der Regierungschef. Die Stadt Forst bringt laut Goldschmidt 50 000 Euro für das Fest auf. Der Rest des notwendigen Geldes kommt von Sponsoren aus der Wirtschaft. Erstmals gibt es einen Festbereich zur Würdigung des Ehrenamtes.
Platzeck sprach vom bisher "opulentesten" Programm eines Brandenburg-Tages, das die Besucher zwölf Stunden lang im Ostdeutschen Rosengarten und im Stadtzentrum unterhalten soll. Es sind elf Themenbereiche und zwölf Bühnen vorgesehen. Mehr als 40 Vereine, Initiativen und Gruppen - darunter Wohlfahrtsverbände und Hospizdienste - wollen ihre Arbeit vorstellen. Goldschmidt erinnerte daran, dass Forst einmal die zweitwichtigste Textil-Stadt Deutschlands war. Daran soll unter anderem eine Modenschau erinnern.
Zu den Höhepunkten des Festes zählen nach Regierungsangaben das Kinderzentrum "Die große Welt der Kleinen", der Sportbereich sowie ein Erlebnismarkt. Brandenburgs polnische Partnerregionen Niederschlesien und Westpommern wollen gemeinsam mit anderen internationalen Gästen Tanz, Musik und kulinarische Spezialitäten bieten. Unter dem Motto "Brandenburg. Offen für Partner" laden Vertreter von Landtag und Landesregierung zu Gesprächen ein. Zum Finale wird unter anderem die Sängerin Marianne Rosenberg erwartet.
In Erinnerung an die "Schwarze Jule", eine alte Werksbahn, die früher die Forster Textilfabriken miteinander verband, soll ein Nachbau durch die heute rund 22 000 Einwohner zählende Stadt rollen. Zudem ist für den 2. September geplant, einen von einer Dampflokomotive gezogenen Zug zwischen Berlin und der Rosen-Stadt verkehren zu lassen.
Es würden hoffentlich auch viele Bürger aus der Bundeshauptstadt und Sachsen in die Lausitz kommen, sagte der Vorsitzende des Kuratoriums zur Ausrichtung des Brandenburg-Tages, Karl-Ludwig-Böttcher. Erst vor Kurzem war in Forst der Wiederaufbau der Altstadt mit Investitionen von 28 Millionen Euro abgeschlossen worden. Damit verfüge Forst erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg wieder über ein funktionierendes Stadtzentrum, sagte Vize-Bürgermeister Goldschmidt. Für die Besucher, die mit dem Auto anreisen, stünden ausreichend Parkplätze zur Verfügung. (dpa/mb)