Die CSU bekräftigte ihren Widerstand gegen die Prämie. Rösler zeigte sich in der ARD-Sendung "Beckmann" am Montagabend überzeugt, dass er CDU und CSU überzeugen werde. "Wenn es nicht gelingt, ein vernünftiges Gesundheitsversicherungssystem auf den Weg zu bringen, dann will mich keiner mehr als Gesundheitsminister haben", fügte er hinzu. "Ob ich dann gleich weg bin, das weiß ich nicht genau, aber zumindest die Aussicht, dann noch einmal Gesundheitsminister zu werden, die wird dann dramatisch sinken." Er wolle den schrittweisen Übergang zu Pauschalbeiträgen für die Krankenversicherung plus Sozialausgleich. SPD-Fraktionsvize Elke Ferner sagte: "Er kann schon mal die Koffer packen." Die Gesundheitsprämie zu verfolgen, sei aussichtslos. "Wer den Betrieb hier ein bisschen kennt, weiß, dass die CSU da nicht mitmachen wird." Auch die CDU mache sich vom Acker. Linke-Expertin Martina Bunge sagte: "Minister Rösler irrt, wenn er meint, dass ihn keiner mehr haben will, wenn er die Kopfpauschale nicht einführt." Vielmehr wolle die Bevölkerung keinen Minister, der diese einführe.Rösler zeigte sich unbeirrt: CDU, CSU sowie die Bevölkerung würden sich überzeugen lassen. Die CSU habe zudem den Koalitionsvertrag unterschrieben. Dort hatten sich Union und FDP auf "einkommensunabhängige Arbeitnehmerbeiträge" geeinigt. Bayerns Gesundheitsminister Markus Söder (CSU) warf der FDP vor, den Vertrag sehr stark in Richtung Kopfpauschale zu interpretieren. Diese habe aber ein Akzeptanzproblem. dpa/uf