"Rockstars sterben mit 35", steht da in weißen Lettern auf schwarzem Grund. Alle Alarmglocken schrillen: Holt die Kinder aus dem Probekeller, zerrt sie hinterm Schlagzeug, hinterm Bass hervor. Reißt ihnen die Gitarren aus den Händen, stöpselt die Mikros aus und zerstückelt alle Kabel, denn: Rockmusik ist nicht nur gesundheitsschädlich. Sie führt zwangsläufig zum frühen Tod.
Insgeheim haben wir es immer geahnt. Nicht umsonst haben Graubärtige schon in den 50er-Jahren, als der Rock'n'Roll sein ausuferndes Wesen entdeckte, vor den Gefahren gewarnt. Aber dass es so schlimm ist„
Britische Forscher haben allerlei Fakten zusammengetragen und ausgewertet: Rockstars sterben deutlich früher als Durchschnittsmenschen. Das ist das Ergebnis ihrer Studie. Grund sind Alkohol- und Drogenmissbrauch. Während die Forscher US-Barden durchschnittlich immerhin 42 Jahre zugestehen, rechnen sie die Haltbarkeit von Mitgliedern europäischer Kapellen auf 35 Jahre hoch. Janet Jackson steht mit einem Bein im Grabe, Robbie Williams ist so gut wie tot. Die Beweislast ist erdrückend: Elvis Presley starb 1977 im Alter von 42 Jahren. Jimi Hendrix und Jim Morrison wurden sogar nur 27.
Und Mick Jagger“ Um Himmels willen. Zwingt ihn endlich runter von der Bühne. Er sollte sich schonen. Denn als Rock-Opi ist er eine echte Rarität.