Beide Mannschaften gehen allerdings nicht mit Bestbesetzung in die neue Saison. Bei den Gästen fehlt Reck-Weltmeister Fabian Hambüchen, der sich nach der kräftezehrenden WM auf einer Kreuzfahrt erholt (die RUNDSCHAU berichtete). Der Cottbuser Philipp Boy, in Stuttgart Bronzemedaillengewinner mit der Mannschaft, spannt einige Tage an der Ostsee aus.
Ansonsten geht der Titelverteidiger mit einer im Kern nahezu unveränderten Aufstellung in die Serie. Das Aufgebot wird von den deutschen WM-Teilnehmern Robert Juckel und Philipp Boy angeführt. Als ausländischen Gaststarter haben die Lausitzer erneut Roman Zozulja verpflichtet. Der 28-Jährige ist seit seinem Debüt im November 2001 eine feste Größe für die Cottbuser und war in der vergangenen Saison bester Scorer. Für den Ukrainer lief die WM in Stuttgart allerdings überhaupt nicht. Mit der Mannschaft verpasste der Ex-Europameister am Barren die Qualifikation für die Olympischen Spiele sowie sämtliche Einzel-Finalentscheidungen.
„Viele Veränderungen haben wir nicht vorgenommen. Wir haben den Kader gestrafft, um optimale Trainingsbedingungen zu schaffen“ , sagte SCC-Trainer Karsten Oelsch. Maximal 15 Turner kann der SCC melden, zwölf Startplätze wurden an Philipp Boy, Benjamin Drabsch, Brian Gladow (WM-Ersatzmann), Robert Juckel, René Piephardt, Matej Sieg, Victor Weber, Kai Werner, André Wetzel, Steve Woitalla (WM-Vorbereitung), Martin Wurziger und Roman Zozulja vergeben. „Turner wie Benjamin Drabsch und Martin Wurziger werden weiter integriert und bekommen sicher mehr Einsatzchancen“ , so Oelsch, zumal Bundestrainer Andreas Hirsch die Einsätze der Nationalmannschaftskader auf drei beschränken will.
Für die drei offenen Startplätze im SCC-Kader gibt es mit Alexander Grötsch, Christopher Jursch und Yannick Hesse bereits Anwärter, vergeben sind die Plätze indes noch nicht. Keine Berücksichtigung finden dagegen Marco Simon, Tim Giese und Florian Kolzarek, die im Vorjahr auf Grund der starken Konkurrenz in den eigenen Reihen nicht oder nur sporadisch eingesetzt wurden. Das Trio wird für den Zweitligisten TuS Leopoldshöhe per Zweitstartrecht am Ligabetrieb teilnehmen. Trainer ist dort ein alter Bekannter aus Cottbus: Jens Fischer. „Die Turner erhalten somit die Möglichkeit sich zu profilieren, vor allem die Möglichkeit, Wettkampferfahrung zu sammeln“ , betonte Oelsch.
Ziel des sechsfachen deutschen Mannschaftsmeisters ist eine Medaille. „Die großartige Saison aus dem Vorjahr zu wiederholen, wird natürlich schwer. Wir wissen, dass wir als Meister die Gejagten sind und alle gegen uns noch eine Schippe drauflegen. Trotzdem ist unser Ziel, erneut das Finale zu erreichen“ , sagte Oelsch. Und dann gibts vielleicht ein Wiedersehen mit dem KTV Straubenhardt.

Zum Thema Der Terminplan
  Der SC Cottbus bestreitet drei Heimwettkämpfe:
15.09.: KTV Straubenhardt
22.09.: MTT Chemnitz/Halle
10.11.: FC Bayern München
Die Vergleiche bei der TG Saar (6. Oktober), KTG Heidelberg (13. Oktober), TV Wetzgau (20. Oktober) und beim Turn-Team Stuttgart (17. November) werden auswärts
ausgetragen.
Das Finale der beiden Erstplatzierten der Vorrunde wird am 23. November erneut in Heidelberg geturnt.