Nicht nur gläubige Christen feiern an den kommenden Tagen Weihnachten, sondern auch viele, die mit Religion nicht viel am Hut haben. Bei ihnen stehen die Familie und die Bescherung im Vordergrund. Weihnachten ist vielerorts ein Fest für alle.

Seit wann werden eigentlich Weihnachtsbäume aufgestellt? Heute sind geschmückte Tannen und Co. aus den Wohnzimmern kaum noch wegzudenken. Die Ursprünge des Weihnachtsbaums liegen nach Angaben der evangelischen Kirche im mittelalterlichen Krippenspiel. Zum ersten Mal außerhalb des kirchlichen Zusammenhangs wird der Baum demnach im 16. Jahrhundert erwähnt, "eingebettet in die Festbräuche der Zünfte". Nach und nach leisten ihn sich auch Adelige und Bürger. Im Laufe des 19. Jahrhunderts setzt sich der Baum den Angaben zufolge in allen Kreisen durch - katholische Regionen sind zögerlicher als protestantische. Laut Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) werden in diesem Jahr mehr als 23 Millionen Haushalte einen Baum haben.

Wieso beschenken wir einander? "Das Schenken ist eine Art von Kommunikation", erklärt der Soziologe Holger Schwaiger. Welche Präsente wir einander überreichten, sage viel über die jeweilige Beziehung aus. Seit 150 bis 200 Jahren feiern wir Schwaiger zufolge Weihnachten so, wie wir es heute kennen - inklusive Bescherung.

Wie viel Geld wird in Deutschland für Geschenke ausgegeben? Die GfK rechnet in diesem Jahr mit durchschnittlich 285 Euro (minus ein Prozent). Der Handel kann sich demnach auf ein Umsatzvolumen für die Geschenke von rund 15 Milliarden Euro (minus ein Prozent) freuen. Am liebsten legen die Menschen laut GfK Bücher, Spielwaren und Kleidung unter den Weihnachtsbaum. Übrigens: Wer erst kurz vor dem Fest in die Läden geht, greift demnach häufig zu Rasierern und Mundpflegegeräten.

Warum wird rund um Weihnachten immer wieder Kritik laut? Der Unmut, zum Beispiel der Kirchen und vieler Gläubigen, bezieht sich meist auf den Konsum: Im Kaufrausch blieben die eigentliche Weihnachtsbotschaft sowie Besinnlichkeit und Ruhe auf der Strecke.