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| 01:28 Uhr

Riesige Kippenflächen gesperrt

Cottbus. Zehn Prozent der bereits sanierten und als sicher geltenden Kippenflächen in der Lausitz sind wieder gesperrt. Nach einem Erdrutsch bei Hoyerswerda (Landkreis Bautzen) werden alle Alttagebau-Areale ähnlicher Beschaffenheit neu überprüft. Von Kathleen Weser

Die Festigkeit des Kippenbodens ist unter dem Einfluss extremer Witterungsverhältnisse neu zu prüfen, sagte der Präsident des Landesbergamtes Brandenburg, Klaus Freytag, am gestrigen Mittwoch in Cottbus. "Wir schauen uns zur Sicherheit alles noch einmal genau an", bekräftigte Freytag. Bei einem Grundbruch auf unbesiedeltem Gebiet war am 12. Oktober in einem früheren Braunkohletagebau bei Hoyerswerda Erdreich auf einer Fläche von 110 Hektar abgerutscht. Menschen kamen nicht zu Schaden, aber mehrere Schafe wurden verschüttet. Die Ursache für die Rutschung werde untersucht, sagte Freytag. Geprüft werden soll, ob es einen Zusammenhang gibt mit dem Grundwasserstand und einer Verdichtungssprengung.Seiten 2 & 3Zum Thema:
Als Konsequenz aus der Rutschung hatte der Bergbausanierer LMBV Ende Oktober aufgeschüttete Kippenflächen in der Lausitz gesperrt. Das betrifft die Tagebaufelder Seese/ Schlabendorf, Greifenhain, Lauchhammer, Meuro und die Restlochkette. Hinzu kommen Gebiete in Spreetal/Bluno, Laubusch, Lohsa und den Trebendorfer Feldern.