Sachsen will die internationale Olympia-Bewerbung Leipzigs mit einem eigens dazu berufenen Staatssekretär vorbereiten. Riesas Oberbürgermeister Wolfram Köhler (CDU) wird dieses Amt zum 15. Mai antreten. Das teilte Ministerpräsident Georg Milbradt (CDU) am Dienstag nach der Kabinettssitzung in Dresden mit. Der 35-jährige Köhler gilt als geistiger Vater der Leipziger Olympia-Bewerbung.

Köhler soll insbesondere für die Bereiche Sicherheit, Verkehr und Tourismus Konzepte für die internationale Olympia-Bewerbung der Stadt Leipzig entwickeln. Er selbst sieht auch den Umweltschutz als ein wichtiges Thema seiner künftigen Koordinierungsarbeit. Leipzig hatte sich kürzlich in der deutschen Bewerbungsrunde für die Austragung der Olympischen Spiele 2012 gegen Hamburg, Stuttgart, Frankfurt am Main und Düsseldorf durchgesetzt.

"Wenn ich nach Dresden komme, will ich gewinnen", sagte Köhler mit Blick auf die bevorstehende internationale Bewerbungsrunde. Er werde mit vollem Einsatz arbeiten, wenngleich ihm der Wechsel in das politische Amt nach Dresden nicht leicht falle, sagte Köhler. "Für mich ist das ein wahnsinnig schwerer Schritt." Er habe in Riesa einiges aufzugeben. Auf der anderen Seite sehe er nunmehr die Chance, die internationale Bewerbung Leipzigs weiter aktiv mitzugestalten.

Milbradt betonte: "Wir gehen davon aus, dass dieses Amt bis 2012 benötigt wird." Leipzig hätte nicht den Zuschlag für die internationale Bewerbung bekommen, wenn Köhler sich nicht so intensiv hinter den Kulissen dafür geworben hätte.
Köhler wird sein Oberbürgermeisteramt in Riesa aufgeben, will aber dort wohnen bleiben. Der Riesaer Stadtrat wird voraussichtlich am 14. Mai über Neuwahlen entscheiden. Mit Köhler gibt es neun Staatssekretäre in Sachsen.